Willkommen auf der Webseite der UTK – EcoSens GmbH

cropped-UTK-Logo_quad.jpgAls Besucher erwartet Sie jetzt regelmäßig bei Ihrem Besuch etwas Neues. Wir wollen Sie über aktuelle Projekte informieren, neue Mess- geräte vorstellen und natürlich auch Fotos von neu eingerichteten Messstellen zeigen. Weiterhin möchten wir Sie natürlich auch über Tagungsteilnahmen und Messetermine informieren.

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Unsere Arbeit im Wandel der Jahreszeiten

Wir nehmen die schneereichen und doch recht kalten – manchmal auch ungemütlichen – Wochen seit Beginn des neuen Jahres 2026 zum Anlass hier ein paar Impressionen von den von uns betreuten Stationen zu zeigen. Beginnen wir mit der Anfahrt in winterlicher Umgebung, ein Bild von Alexander Weber.

Unser Mitarbeiter aus Zinnwald, Herr Rehn, schickte uns gleich zwei sehr imposante Fotos, ein eher gemütlich anmutendes Stimmungsbild von der Wetterstation und ein wirlich beeindruckendes Foto vom komplett von Rauhfrost umhüllten Schattenring samt Strahlungsmesser auf der Empore auf der neben Strahlungsmessungen in Zinnwald auch zwei Vereisungssensoren ihren Dienst tun.

Vom Flughafen Erfurt wiederum stammen diese Aufnahmen, die uns Herr Besecke zusandte:

Wie verlassen wirkt der Flughafen. Dieses Jahr hat aber der Schneehöhensensor (linkes Bild) sinnvolle Arbeit zu leisten, das Erdbodenmessfeld hingegen bedarf unter diesen Bedingungen keiner Pflege.

Bereits am 5. Januar nahm Boris Staudt diese kleine Winterserie auf der 950m hohen Wasserkuppe in der Rhön für uns auf:

Aus Grünow nahe Prenzlau schickte uns Thomas Rolle folgende Bilder:

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30 Jahre UTK – EcoSens GmbH

Im Jahre 1991 als Gutachterbüro von Dipl.-Met. Ralph Oestreicher gegründet, wurden im Jahre 1995 die Weichen hin zu einer eigenständigen GmbH gestellt. Im Januar des Jahres 1996 erfolgte dann die Eintragung ins Handelsregister Stendal unter der Firmierung UTK – Klima Consult GmbH mit Tätigkeitsschwerpunkten im Bereich der Umweltmeteorologie, Technischen Klimatologie und Klimatologischen Messtechnik. Knapp 15 Jahre später – die Aufgabenschwerpunkte hatten sich in Richtung Planung, Installation und Wartung von hydrometeorologischer Messtechnik verschoben, erfolgte 2010 die Umfirmierung zur UTK – EcoSens GmbH. Seit dem Jahr 2000 als Diver-Vertiebspartner der Fa. VanEssen (NL) tätig, sind wir diesem Produkt über nunmehr 25 Jahre treu geblieben und ergänzen heute unser Angebot in diesem Bereich durch automatisch fernmeldende Pegeldatensammler u.a. Sensoren, deren Daten via unseres eigenen – in der EU gehosteten – Datenportals mittels Hard- und Software der Fa. Microtronics (A) unter www.ecodatanet.de unseren Kunden zur Verfügung gestellt werden und von diesen via Webinterface auch eigenständig konfiguriert und fernüberwacht werden können. Inzwischen sind fast 100 Nutzer mit ca. 500 Applikationen gelistet. Ein weiterer Schwerpunkt unser Tätigkeit liegt seit nunmehr fast 10 Jahren im Bereich der Betriebsführung meteorologischer Messstationen des DWD, wobei wir aktuell ca. 40 Messstandorte im Nordosten Deutschlands betreuen. Anläßlich unseres 30 jährigen GmbH – Jubiläums, was zugleich das 35. Jahr der UTK an sich ist, errreichte uns dieser Tage folgende Grußbotschaft der IHK Mitteldeutschland:

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Betreuertreffen im Mai in Elgersburg / Geratal (Thüringen)

Zwei Wochen vor Pfingsten fand in Elgersburg das 2025er Betreuertreffen der UTK – EcoSens GmbH statt. Nach einer längeren – Corona bzw. krankheitsbedingten – Pause fand unser zweites Treffen im Thüringer Wald statt und fast alle Mitarbeiter konnten den Termin wahrnehmen. Neben organisatorischen Fragen und Schulungen zur Sensorbetreuung an den DWD Standorten lag ein Schwerpunkt im Bereich der Arbeitssicherheit und entsprechenden Belehrungen. Daneben konnten am Ende auch viele Teilnehmer einen Nachweis als EUP (elektrisch unterwiesenes Personal) mit nach Hause nehmen.

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Neben den Unterweisungen gab es aber auch ausreichend Zeit sich persönlich kennen zu lernen und Erfahrungen auszutauschen. So konnten auch erst kürzlich neu angestellte Mitarbeiter von älteren Kollegen Wissen abgreifen, um sich schnell einarbeiten zu können. Im Rahmenprogramm stand ein Besuch des Thermometermuseums in Geraberg an, welches durch die Sammlung von Gerhard Stöhr inzwischen auch eine umfassende Anzahl an meteorologischen Exponaten in seiner Aussstellung zeigt. Diese wurde uns durch die Museumsleiterin Frau Rux sehr anschaulich erklärt und vor allem auch geschichtlich eingeordnet. Hierfür bedanken wir uns ganz herzlich. Anschließend konnten wir den Nchmittag in den Räumen noch gemütlich bei Kaffee und Kuchen ausklingen lassen. Am Abend führte uns dann noch ein Lichtbildervortrag auf die Kanaren, wo auf kürzesten Distanzen sehr unterschiedliche Klimatope zu beobachten sind.

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Pegeldatensammler EcoDatalog DIVUS NL Gen 2

Seit nunmehr fast 30 Jahren befassen wir uns mit der batteriegestützten Erfassung und Übertragung umweltrelevanter Messwerte im Rahmen von Tagebausanierungsprojekten, Grundwasserüberwachung für die Trinkwasserversorgung und Landwirtschaft, für den Berg- und Tunnelbau sowie Abflussmessungen an Fließgewässern und in Rohren.

Ihr Projekt – unsere Umsetzung

Wir kennen die Anforderungen an die hydrogeologischen Beobachtungen und unterstützen Sie in allen Schritten:

  • Planung Ausführung von Pegelrohr und Messstelle
  • Auswahl technischer Komponenten inkl. Qualitätsmesstechnik
  • Gerätebau und Konfiguration
  • Installation vor Ort
  • Inbetriebnahme und Einweisung
  • Laufender Betrieb, Wartung

Unser neuer Ecodatalog DIVUS Nivelo ermöglicht Ihnen erstmals die komplette Konfiguration und Fernüberwachung von Betriebsparametern via Webinterface unter www.ecodatanet.de. So können Sie neben den eigentlichen Umweltparametern (Pegelstand, Leitfähigkeit, Temperatur u.a.) nun auch die Batteriespannung (SOC), das Innenklima (Tempertur und Feuchte) sowie die Netzabdeckung (GSM, GPRS, LTE) fernüberwachen und entsprechend ereignisorientiert eingreifen.

EcoDatalog Divus nivelo

Der Nivelo ist ein batterieversorgter Mobilfunk-Datenlogger für Wasserstand, Temperatur und Leitfähigkeit für Grundwassermessstellen ab 2″. Ideal geeignet für langfristiges Grundwassermonitoring und wasserwirtschaftliche Beweissicherungen inkl. Ecodatalog-Plattform zur Visualisierung, Konfiguration und Alarmierung. Die zukunftssichere Mobilfunktechnik LTE-M1/NB-IoT mit integrierter SIM on Board (optional custom-SIM) ermöglicht eine sorgenfreie, europaweite Konnektivität out-of-the-Box. Keine Datenlücken dank laufender Synchronisierung von Speicher und Echtzeituhr. Bis zu 6 Jahre Laufzeit mit einem einzigen Batteriepack sorgen dank der Ultra-Low-Power-Technik für einen geringen Wartungsaufwand im Feld. Die Standzeit ist dabei abhängig vom gewählten Intervall für die Aufzeichnung und Datenübertragung sowie vom Mobilfunkempfang und dem angeschlossenen Sensortyp. Die Web-Plattform unter ecodatanet.de sorgt für die Datenspeicherung, Visualisierung und Fernkonfiguration. Der Zugriff erfolgt via PC, Tablet oder Smartphone. Es ist keine weitere Software mehr nötig. Erstellen Sie automatische Datenprotokolle im pdf-Format, nutzen Sie die Messstellenakte zur Ablage von Dokumenten oder leiten Sie Ihre Daten vom Feld an Drittsysteme wie hydrogeologische Softwarepakete und Web-Plattformen per FTP, REST-API oder http-Push-Export weiter. Mittels des Datenportals legen Sie Messtellen mit wenigen Clicks an und nehmen Datenlogger in wenigen Minuten in Betrieb. Das passende Zubehör wie für den Funk adaptierte Abdeck- und Verschlusskappen, Pegeleinlegeplatten, Abhängungen und Antennen sorgen im Feld für eine unkomplizierte Montage sowohl an Oberflur- als auch in Unterflurpegeln. Empfangen Sie aktiv Alarme per High-Priority SMS oder E-Mail aus dem Feld. Setzen Sie online Grenzwerte für alle Datenkanäle, überwachen Sie die Funktion der Datenübertragung und den Systemzustand Ihres Messgeräts (Batterie, Feuchte, Temperatur). aus der Ferne. Wir beraten Sie gern!

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3 kleine Wetterstationen am Thüringer Klimaweg

Nach längerer Planungsphase und einigen Verzögerungen bei der Installation ist es nun geschafft. Die drei von uns installierten Wetterstationen in und um Geraberg in Thüringen haben ihren Dienst aufgenommen. Über eine Distanz von ca. 3 km verteilt, decken die drei Standorte eine Höhendifferenz von ca. 80 m zwischen dem Zentrum von Geraberg (Deutsches Thermometermuseum) über den Standort des Großthermometers am westlichen Rand der Gemeinde bis hin zum Schullandheim im Jüchnitzgrund ab. An allen Standorten kommt ein US-Clima des Herstellers Thies aus Göttingen zum Einsatz. Die Sensorik wird teilweise durch Niederschlagssensorik ergänzt. Weitere Ergänzungen durch eine Pegelstandsmessung entweder an der Jüchnitz oder an der Zahmen Gera sowie Erdbodentiefentemperaturmessungen zwischen 5 und 60cm Tiefe sind angedacht. Die Messdaten werden aller 10 Minuten aufgezeichnet und mittels einer Device2Web Unit der Fa. Microtronics aus Österreich per Funk auf unser Datenportal und parallel dazu lokal an einen örtlichen Anbieter übertragen. Via eines öffentlichen Links auf das eigentlich passwortgeschützte Datenportal ecodatanet.de stehen die Daten jedermann zur Einsicht zur Verfügung und können innerhalb einer App für Rundgänge auf dem Thüringer Klimaweg genutzt werden.

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Blendprognosen

Der Bau von Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) oder Photovoltaikparks nimmt im Wege des Ausbaus der regenerativen Energien immer mehr zu. Damit wird das Problem von Lichtreflexionen an diesen Anlagen immer aktueller.

PV-Anlagen sollen Sonnenlicht in nutzbare Energie umwandeln. Es ist jedoch nicht möglich das Sonnenlicht vollständig zu absorbieren; ein Teil des Lichts wird stets reflektiert. Im Sinne des BImSchG gilt eine Reflexion von Licht als schädliche Umwelteinwirkung, wenn diese u.a. „eine Belästigung für die Allgemeinheit oder Nachbarschaft“ herbeiführt. Eine Blendung ist grundsätzlich dann gegeben, wenn das reflektierte Licht entweder zu einer Sehminderung (physiologisch) oder zu einer ungewollten Ablenkung (psychologisch) führt.

Für Freiflächenanlagen sind Überprüfungen der Blendwirkung längst Standard, um eine eventuelle Blendung vom Auto-, Bahn- und Flugverkehr zu vermeiden. Auch PV-Anlagen auf Gebäuden müssen eine Blendung von Nachbarn, Verkehr und Umwelt vermeiden. Inwieweit solche Blendungen durch PV-Anlagen als zulässig anzusehen sind, ist im Dokument „Hinweise zur Messung, Beurteilung und Minderung von Lichtimmissionen“ der Bund/Länder Arbeitsgemeinschaft (LAI) im Absatz 2 beschrieben. Diese Hinweise besitzen dabei keinen gesetzgeberischen Charakter, sondern dienen nur der Orientierung. Die Entscheidung, ob eine Blendung der Nachbarschaft durch eine Photovoltaikanlage vorliegt, obliegt immer noch Gutachter(innen) und Gerichten. Durch den Ausbau der Photovoltaik im urbanen Raum wird es vermehrt zu Blendungen durch PV-Anlagen kommen.

Wie erwähnt, werden in der Fachliteratur hinsichtlich der Beurteilung von Blendeinwirkungen noch keine belastungsfähigen Beurteilungskriterien validiert und festgelegt. Die Beurteilung erfolgt im Moment über analoge Anwendung von Richtlinien wie die zum periodische Schattenwurf von Windenergieanlagen (WEA).

Auf dieser Grundlage werden von verschiedenen Verwaltungsbehörden Kriterien, wie Entfernung zwischen Photovoltaikanlage und Immissionspunkt sowie die Dauer der Reflexionen und Einwirkungen, genannt. Damit läge eine erhebliche Belästigung durch Blendung im Sinne des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchG) vor, wenn eine tägliche Blenddauer von 30 Minuten sowie eine jährliche Blenddauer von 30 Stunden überschritten werden. Hinsichtlich der Straßen-, Bahn- und Flugverkehrsflächen bestehen keine Normen, Vorschriften oder Richtlinien. Aus Verkehrssicherheitsgründen muss jedoch in der Regel jegliche Beeinträchtigung durch Blendung vermieden werden.

Die UTK – EcoSens GmbH Zeitz bietet auf diesen Grundlagen eine gutachterliche Überprüfung der Blendwirkung einer PV-Anlage bezüglich verschiedener Immissionsorte im Wege einer Maximalabschätzung an. Das bedeutet, die Sonne wird als punktförmiger Strahler angesehen, die PV-Module sind ideal verspiegelt, die Sonne scheint von Auf- bis Untergang (keine Bewölkung) und der Blickwinkel zwischen Sonne und Modul muss mindestens 10° betragen (keine Direktstrahlung der Sonne).

Für Anfragen steht Ihnen Herr Dipl.-Met. Michael Wilsdorf unter der Telefonnummer 03441-224225 bzw. per Email unter m.wilsdorf@utk-klima.com gern zur Verfügung.

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20 Jahre deutschlandweiter Niederschlagsrekord in Zinnwald-Georgenfeld

von Claudia Hinz und Norbert Märcz

20 Jahre ist es her, als am 12. August 2002 die damals noch bemannte Wetterstation Zinnwald-Georgenfeld am Kamm des Osterzgebirges mit einem offiziellen 24-Stunden-Meldung von 312 Liter pro Quadratmeter nicht nur Entsetzen bei den Meteorologen und Verantwortlichen auslösten, sondern auch einen neuen Deutschlandrekord aufstellte. In der Zeitspanne von 5:00 Uhr MESZ bis zum Folgetag waren es in 24 Stunden sogar 352,7mm!

20 Jahre her, als die Sturzfluten von Müglitz, Weißeritz und anderen Gebirgsflüssen gesamte Ortschaften quasi wegspülten, tausenden Menschen ihr Zuhause nahmen und allein in Sachsen 21 Todesopfer und mehr als 100 Verletzte forderte. 20 Jahre sind vergangen, seit die Elbe im weiteren Verlauf allmählich anschwoll und die Flutwelle einen Ort nach dem anderen überflutete. Auch, wenn die Städte und die Infrastruktur inzwischen wieder aufgebaut wurden, so hat sich das Hochwasser tief im kollektiven Gedächtnis der Betroffenen verankert und das Ahrhochwasser im letzten Jahr hat zahlreiche Erinnerungen aufgefrischt.

 

Wettersituation

 Bereits im Juli häuften sich Wetterkapriolen: Stürme über Südfrankreich und den Pyrenäen, schwerer Dauerregen und Hagel in Italien, mehrere Unwetter in Tschechien und Polen, Überschwemmungen am Schwarzen Meer, Dauerregen auf Mallorca … und auch über Deutschland hielt sich wochenlang ein Höhentrog, der immer wieder von Tiefdruckgebieten gespeist wurde. Deutschland lag oft genau an der Luftmassengrenze, so dass sich zum Teil ergiebige Schauer über dem Land entluden.

Die Böden waren bereits gesättigt, als das Mittelmeertief (Vb) ILSE mit viel Feuchtigkeit im Gepäck die Alpen überquerte und über Ostbayern in Richtung Erzgebirge und Riesengebirge (Tschechien/Polen) zog. Dort erstreckte sich nahezu ortsfest eine Kaltfront, welche das Tief bremste, so dass es sich vor Ort bis zum Ende seines Lebenszyklus komplett ausregnete. Durch orographisch bedingte Hebungsvorgänge wurde der Niederschlag noch verstärkt, so dass es hier zu höchsten Niederschlagsmengen kam. Vor allem nördlich von Zinnwald wurden verbreitet 200 mm gemessen (z.B. Lauenstein: 267,3mm, Altenberg-Schellerhau: 251,1mm, Glashütte: 237,2mm).

 

Sturzfluten

All diese Wassermassen ergossen sich in die Müglitz und Weißeritz und verwandelten die romantischen Bergbäche in reißende Sturzfluten, die alles mit sich rissen, was sich in den Weg stellte. Es wurden hunderte Häuser zerstört und das Mobiliar zusammen mit tausenden Bäumen, Autos, Brücken und Gleisen mit ins Tal gerissen. Auch Menschen, 11 verloren allein an der Müglitz ihr Leben. Das „Treibgut“ wurde zusammen mit Tonnen von Schlamm in die tiefer gelegenen Ortschaften gespült und Straßen zerstört oder ganze Ortschaften abgeschnitten. Zudem fiel in einigen Gegenden Strom und Telefon aus. Viele Menschen mussten mit Schlauchbooten oder dem Hubschrauber aus den Wassermassen gerettet werden. Unvergesslich bleiben hier sicherlich die Bilder von Weesenstein. Wo früher eine ganze Häusergruppe stand, ließ die Müglitz nur eine Mauer übrig, auf welcher vier Menschen um ihr Überleben kämpften. 12 Stunden mussten sie dort knapp über den reißenden Wassermassen ausharren, bevor sie endlich von Rettungskräften geborgen werden konnten. Auch die Weißeritz bleibt im Gedächtnis, sie brachte nicht nur die Talsperre Malter zum Überlaufen und überflutete im weiteren Verlauf Freital, sie suchte sich auch in Dresden wieder ihr altes Flussbett durch die Weißeritzstraße und überspülte unter anderem den Hauptbahnhof und die historische Altstadt mit der Semperoper, der Gemäldegalerie im Zwinger und dem Landtag. Auch die Universitätsklinik musste evakuiert werden.

 

Elbehochwasser

All diese Wassermassen sammelten sich zusammen mit der aus dem Riesengebirge kommenden, schon gut gefüllten Elbe, die am 17. August 2002 zwischen 6 und 8 Uhr am Pegel Dresden einen Wasserstand von 9,40 Meter erreichte – der höchste jemals gemessene Wasserstand im Stadtgebiet. Sicher kam dieser auch dadurch zustande, weil die letzten großen Hochwasser der Jahre 1845 und 1890 längst vergessen waren und seitdem Flussläufe begradigt, Flächen versiegelt, Flutwiesen bebaut oder wasserspeichernde Wälder abgeholzt wurden.

Die Welle bewegte sich entlang der Elbe, Staustufen liefen über, die Pegel der Elbe und ihrer Nebenflüsse stiegen sprunghaft an und ganze Landstriche aber auch Städte wie Pirna, Meißen oder Grimma wurden überflutet.

Von Sachsen rollt die Flutwelle über Sachsen-Anhalt und Brandenburg Richtung Norden. Behörden und Anwohner wurden alarmiert und konnten sich zumindest auf das Schlimmste vorbereiten. Überall wurden Sandsäcke aufgetürmt, Türen und Fenster mit Holzplatten zugenagelt und Wertgegenstände in die oberen Etagen gebracht. In den Elbauen wurden Campingplätze geräumt und das Vieh von den Weiden getrieben.

Entlang der Elbe (ohne Nebenflüsse) kam es zu 21 Deichbrüchen und nachfolgender Überschwemmung einer Fläche von mehr als 300 km². Insgesamt gab es 21 Todesopfer und mehr als 100 Verletzte. Über 25000 Wohngebäude, ca. 800 km Landes-, Kreis- und Gemeindestraßen mit hunderten Brücken wurden alleine in Sachsen durch die Flut beschädigt. Bis zum Hochwasser im Ahrtal galt das Elbehochwasser als die teuerste Naturkatastrophe in der deutschen Geschichte.

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Barometrische Druckwelle durch Vulkanexplosion des Hunga Tonga

Die durch den Ausbruch des Vulkans Hunga Tonga im Pazifik verursachte Druckwelle konnte als barometrische Schwankung von Luftdruckmessgeräten weltweit aufgezeichnet werden. Auch an diversen unserer Messstationen konnten wir diese selbst in den normalerweise nur aufgezeichneten 10min – Mittelwerten  nachweisen. Am Standort Zeitz – Geußnitz erfolgte zu diesem Zeitpunkt eine zeitlich hochfrequente Aufzeichnung des Luftdruckes im Sekundentakt. So konnte die Druckwelle einmal am Abend des 15. Jan von Nordosten kommend mit einer Schwankung von ca. 2 hPa gemessen, am frühen Morgen des 16. dann die etwas schwächer aus Südwesten kommende – den Globus gegenläufig umlaufende – Welle mit ca. 1 hPa aufgezeichnet werden.

In der Sahara Nordafrikas (die Tonga auf dem Globus quasi „gegenüberliegt“) kam es dann zum Aufeinandertreffen der beiden Wellenfronten, wie nachfolgendes Video eindrucksvoll veranschaulicht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Auswertungen weltweiter Messungen haben ergeben, dass die Druckwelle 4 Mal um Erde lief und selbst im Atlantik ungewöhnliche Wellen verursachte. Am 17. Januar, also zwei Tage nach der Explosion, wurde auch in unseren Breiten nochmals ein Wellendurchgang von ca. 0,5 hPa registriert. Weitere Durchgänge der Welle durch Mitteleuropa folgten bis mindestens zum 18. Januar. Gravitationswellen wurden bis in eine Höhe von 85 km nachgewiesen.

Die Explosion der Vulkaninsel ist nach ersten Erkenntnissen die weltweit stärkste seit der Eruption des Pinatubo auf den Philippinen im Jahre 1991. Die Explosion war sowohl im 2300 Kilometer entfernten Neuseeland als auch im 9700 Kilometer entfernten Alaska zu hören. Allerdings wurde vergleichsweise wenig Material befördert. Die Aschewolke selbst stieg jedoch bis in eine Höhe von über 30km und wandert nun nach Nordwesten. (https://fichtelbergwetter.wordpress.com/2022/01/22)

 

Der Vulkanausbruch hat darüber hinaus ein rätselhaftes Wellenmuster in der Atmosphäre hinterlassen: sich ringförmig ausbreitende Schwerewellen, die in Satellitenaufnahmen sichtbar werden. Bisher ist nicht geklärt, was genau sie ausgelöst hat. Sicher ist bislang nur, dass sie mit der heftigen Eruption des Vulkans Hunga Tonga-Hunga Ha’apai in Verbindung stehen.  Der Atmospheric Infrared Sounder des Satelliten Aqua nahm dieses Bild der Schwerewellen auf. Am unteren Bildrand sind die Umrisse Neuseelands zu sehen, links die des australischen Kontinents. (https://www.spektrum.de)

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Weihnachtspende 2021 zu Gunsten arche noVa Dresden

Bei unserer diesjährigen Spendenaktion zu Weihnachten dreht sich alles ums Händewaschen

Ohne gute Handhygiene ist Leben in Gefahr

Die gute Nachricht: Im Jahr 2020 hatten 71 Prozent aller Menschen weltweit Zugang zu einer grundlegenden Handwaschgelegenheit. Das heißt aber auch, dass 2,3 Milliarden Menschen über keine solche Grundversorgung verfügen, darunter 670 Millionen Menschen, die überhaupt keine Handwaschgelegenheit hatten. Mehr als die Hälfte dieser Menschen leben in fragilen Kontexten. Hier ist die Wasserversorgung häufig unsicher und der Zugang zu Seife auf Haushaltsebene schwierig. Wo die Möglichkeit zu guter Handhygiene fehlt, ist Leben in Gefahr.

  • Jedes Jahr sterben 1,4 Millionen Kinder an Durchfall oder Lungenentzündung.
  • Infektionen verursachen 15 % der Todesfälle bei Neugeborenen.
  • Jedes Jahr sterben 300.000 Frauen bei der Geburt ihres Kindes und eine Million Säuglinge überleben die ersten 24 Stunden ihres Lebens nicht, weil mit Erregern kontaminierten Hände während des Geburtsvorganges schwere Infektionen auslösen und damit die Gesundheit von Mutter und Kind erheblich gefährden.
  • Über 810 Millionen Kinder und Jugendliche haben derzeit keine Möglichkeit, sich an ihren Schulen die Hände zu waschen.

     

Händewaschen wirkt

Viele Infektionskrankheiten werden über die Hände übertragen. Generell können alle Krankheitserreger, die über sogenannte Kontakt- oder Schmierinfektionen übertragbar sind, über die Hände weitergegeben werden. Dies kann direkt von Mensch zu Mensch und häufig auch über Gegenstände erfolgen.

  • Händewaschen mit Seife zu kritischen Zeiten – etwa nach dem Toilettengang oder vor dem Kochen oder Essen – kann die Durchfallerkrankungen bei Kindern unter fünf Jahren um fast die Hälfte und Atemwegsinfektionen um etwa 25 % reduzieren.
  • Kinder, die in Haushalten leben in denen das Händewaschen gefördert wird und Seife zur Verfügung steht, erkranken halb so häufig an Lungenentzündung wie Kinder, die diese Voraussetzungen nicht haben
  • Regelmäßiges Händewaschen mit Seife verringert die Wahrscheinlichkeit einer COVID-19-Infektion um 36%, weil Seife die äußere Membran des Virus zerstört und ihn damit deaktiviert.

Wir unterstützen dies auch zu Weihnachten 2021 und kaufen Brunnenaktien im Gesamtwert von 550€ bei arche noVa in Dresden. Über weitere DIVER-Umsätze und zufriedene (Neu-) Kunden freuen sich also nicht nur wir, sondern auch ein paar all jener Menschen auf dieser Welt, die bisher keine Gelegenheit zum – für uns so alltäglichen – Händewaschen haben.

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Hochwasserfrühwarnsystem WASSERSTAND.info

wasserstand.info ist ein Hochwasserfrühwarnsystem unseres österreichischen Partners Microtronics, welches die Bevölkerung sowie die Einsatzkräfte über den jeweils aktuellen Pegelstand von Flüssen informiert und vor Sturzfluten warnt.

Auf der Übersicht sind die einzelnen Messstellen im Flusslauf mit der Anzeige des aktuellen Wasserstandes in Echtzeit dargestellt. Die Überschwemmungsbereiche (Zonen) sind grün dargestellt.

 

 

 

 

Im Falle des Überschreitens eines Pegelstands werden die Einsatzkräfte automatisch per Alarm-SMS informiert. Bei Überschreiten der Warngrenze oder im Alarmfall durch die Feuerwehr färbt sich die betroffene Zone orange bzw. rot. Alle im Portal registrierten BürgerInnen werden sofort per SMS informiert und können so gemeinsam mit den Einsatzkräften die notwendigen Schutzmaßnahmen rechtzeitig in die Wege leiten. Letztere analysieren die Lage und lösen gegebenenfalls eine Vorwarnstufe oder einen Hochwasseralarm für die betroffenen Zonen aus, in welchen dann z.B. per Cell Broadcast an alle Mobiltelefone in der entsprechenden Funkzelle eine Warnmeldung versandt wird.

Das Hochwasserfrühwarnsystem wasserstand.info bietet vielfältige Vorteile für Einsatzkräfte, Gemeinden und BürgerInnen:

  • Objektive Information über das tatsächliche Bedrohungsbild vor Ort online verfügbar
  • Installation und Betrieb Ihrer persönlichen Messstelle
  • Einsatz modernster Technik (Pulsradar) für hohe und zuverlässige Messgenauigkeit
  • Deutlicher Zeitgewinn im Ernstfall durch früheres Einleiten von Maßnahmen
  • Alarmierung per SMS
  • Sparsamerer und gleichzeitig schnellerer Einsatz von Einsatzkräften
  • Effiziente, sichere, stabile, autarke Messstation für Pegelstände

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